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Stapellauf

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Stapellauf Artikel

Der Stapellauf ist das zu Wasser lassen eines Schiffsneubaus.

Stapellauf Beschreibung
Stapellauf Beschreibung
Längsstapellauf, 1930
Stapellauf Beschreibung
Stapellauf Beschreibung
Querstapellauf
Stapellauf Beschreibung
Stapellauf Beschreibung
Modellversuch eines Querstapellaufs
Buch-Tipp: Deutsches Zentralinstitut für Lehrmittel. Beiheft zum Hochschulfilm. HF 359. Stapellauf und Trockenstellung von Schiffen mittels Querslip Um ausführliche Informationen zum Buch "Deutsches Zentralinstitut für Lehrmittel. Beiheft zu dem Hochschulfilm. HF 359. Stapellauf und Trockenstellung von Schiffen mittels Querslip" zu bekommen klicken Sie bitte auf den Hyperlink oberhalb von diesem Text. Sie werden zum entsprechenden Buch auf der Händlerseite weiter geleitet....

Ablauf

Während des Baus ist der Schiffskörper auf feste Sockel gestützt. Diese bezeichnet man als Pallen. Sie bestehen in dem unteren Bereich aus Beton und in dem oberen Bereich aus Holzteilen, die nach Lösen einer Schraube unter dem Gewicht des Schiffes auseinander gedrückt werden und zerfallen. Früher benutzte man Stapel aus Holzbohlen, wovon sich der Name Stapellauf ableitet. Beim Stapellauf wird das Gewicht des Schiffs auf einen Holzschlitten verlagert, der nachdem Lösen der Haltevorrichtungen eine schiefe Rampe in das Wasser hinunter rutscht, wobei er seitlich durch Schienen geführt wird. Dazu müssen sowohl der Schlitten wie auch die Holzauflage der Rampe, auf der er rutscht, mit großen Mengen Schmiermittel versehen werden. So benötigte man beim Stapellauf der Titanic 22 Tonnen Fett und Öl.

Nach dem Stapellauf ist der Bau des Schiffs noch nicht abgeschlossen. Die Schiffsmaschine, Inneneinrichtung, Aufbauten oder Bewaffnung werden erst danach montiert.

Dem eigentlichen Stapellauf geht traditionell die Schiffstaufe voraus.

Arten des Stapellaufs

Das Schiff kann dabei der Länge nach, meistens mit dem Heck voran (Längsstapellauf) oder seitlich (Querstapellauf) in das Wasser gelassen werden. Bei Hochseeschiffen kommt in dem Allgemeinen der Längsstapellauf zur Anwendung, bei Binnenschiffen, häufig auch bei U-Booten, der Querstapellauf. Der Längsstapellauf wird seit der Antike angewandt, der Querstapellauf wurde erst in dem 19. Jahrhundert eingeführt. Große Schiffe werden heute häufig in Trockendocks gebaut, die nach der Fertigstellung einfach geflutet werden, bis das Schiff aufschwimmt. Trotzdem hat sich auch hier der Name Stapellauf erhalten.

Probleme des Stapellaufs

Der Stapellauf ist ein kritischer Moment für das Schiff. Beim Längsstapellauf wirken große Kräfte auf den Rumpf, der zuerst nach unten durchgebogen wird, sobald das Heck das Ende der Rampe erreicht hat. Anschließend schwimmt das Heck auf, sodass der Rumpf ca. auf Bug und Heck aufliegt und nach oben durchgebogen wird. Zudem hat das Schiff während dieser Zeit ca. eine kleine Rollstabilität und kann kentern. Beim Querstapellauf wiederum gerät das Schiff nachdem Eintauchen durch die Bremswirkung des Wassers in starke Seitenlage. Häufig steht der Werft ca. ein begrenzter Platz zur Verfügung, so dass das Schiff schnell abgebremst werden muss, um eine Kollision zu vermeiden.

Es gab daher eine Reihe von misslungenen Stapelläufen, bei denen das Schiff auf der Rampe umkippte oder sofort in dem Wasser versank. Gleitmittel hatten bei zu hoher oder zu niedriger Temperatur nicht die nötige Gleitfähigkeit, so dass sich der Rumpf nicht von der Stelle bewegte. Ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben moderne Gleitmittel diese Probleme weitgehend überwunden.

Siehe auch: Werft, Dock

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